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Technik

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Interview von Silke

Silke Eckardt ist seit Februar 2009 Professorin für „Zukunftsfähige Energieversorgung“ an der Hochschule Bremen: „Meine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind erneuerbare Energien.“ Daneben lehrt Frau Prof. Dr.-Ing. Eckardt Methoden wie Projekt- und Umweltmanagement.

Studienwahl

„Ich bin Ingenieurin für Umwelttechnik und finde den Beruf sehr interessant und abwechslungsreich: Insbesondere der Bereich der erneuerbaren Energien ist innovativ und es gibt viele Möglichkeiten Technologien und Anwendungen mit zu gestalten. Weiterhin bestehen gute bis sehr gute Verdienstmöglichkeiten. Die beruflichen Aussichten und Entwicklungschancen als Ingenieurin sind einfach viel, viel besser als in den meisten anderen Berufen.“

Prof. Dr.-Ing. Silke Eckardt startete nicht direkt nach dem Abitur ins Studium. „Ich hatte immer Interesse an Naturwissenschaften und habe dann nach meinen Abi eine Ausbildung als medizinisch-technische Radiologieassistentin begonnen und auch beendet. Im Anschluss war ich ca. zweieinhalb Jahre an einer Uni-Klinik tätig.“ Als ihr klar wurde, dass ihre Verdienstoptionen sowie ihre Gestaltungsfreiheit bei einem Assistenz-Beruf eingeschränkt sind, beschloss sie zu studieren. „Da ich aus dem medizinisch-technischen Bereich kam, war mir auch klar, dass ich im technischen Bereich bleiben werde. Meine Entscheidung fiel daher auf den Studiengang Umwelttechnik an der Fachhochschule in Lübeck.“  Das Studium fiel ihr leicht und sie erzielte einen hervorragenden Abschluss.

Karriere

„Im Anschluss daran war ich fünfeinhalb Jahre als Umweltbeauftragte eines Energieversorgungs-Unternehmens in Hamburg tätig. Der Bereich des betrieblichen Umweltschutzes existierte damals noch nicht, so dass ich einen großen Gestaltungsspielraum hatte und eine neue Abteilung aufbauen konnte. Parallel habe ich die Planung und Errichtung energietechnischer Anlagen, wie beispielsweise einer Deponiegasnutzungsanlage begleitet.“ Nach fünfeinhalb Jahren stellte sie fest: „Ich würde eigentlich gerne promovieren“. Das gestaltete sich mit einem FH-Diplom gar nicht so leicht. „Das Promotionsrecht ist immer noch ausschließlich Universitäten vorbehalten, so dass Absolventinnen mit einem FH-Abschluss häufig umfangreiche zusätzliche Leistungsnachweise erbringen müssen.“ Sie begann den schwierigen Weg einer kooperativen Promotion zwischen einer Fachhochschule und einer Technischen Universität. „Ich habe dann ein Promotionsstudium an der TU Dresden absolviert und parallel an der Hochschule Bremen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet.“ Innerhalb von dreieinhalb Jahren promovierte Silke Eckardt und war anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Bremen tätig. Parallel arbeitete sie bereits in der freien Wirtschaft. „Ich wurde Prokuristin eines Entsorgungsunternehmens und habe einen Unternehmensbereich mit Personalverantwortung geleitet“. Inzwischen hatte sich der Markt für erneuerbare Energien deutlich ausgeweitet. Das Interesse daran und die vorhergegangenen Erfahrungen haben mich dazu bewogen in die Energiebranche zurückzukehren. Dort habe ich den Aufbau eines Unternehmens zum Ausbau und der Nutzung der Windenergie vorangetrieben. Betreut wurden von mir Projekte im On- und Offshore-Bereich. Und in dieser Phase kam dann auch die Berufung als Professorin an die Hochschule Bremen.“ Zu diesem Zeitpunkt erfüllte sie nun längst alle Bedingungen, um eine Professur an einer Fachhochschule zu besetzen: „Studium, Promotion und, da Fachhochschulen eher anwendungsorientiert sind, mindestens drei Jahre Berufstätigkeit außerhalb der Hochschule.“

Persönliches Statement

Absolventinnen rät Prof. Dr. Silke Eckardt: „Seht zu, dass ihr in die Wirtschaft kommt und erst mal das Arbeitsleben kennen lernt und euch in dem harten Umfeld durchboxt.“. Frauen werden gern besondere soziale Kompetenzen zugeordnet, wie gutes Organisationsgeschick, Konfliktfähigkeit, hohes Engagement, etc.. „Da ist Vorsicht geboten - gern werden einem schnell mal Assistenzaufgaben übertragen mit dem Gedanken „ach, das ist ja eine Frau, die macht und organisiert das schon“. Neben der Fachverantwortung sei nach den ersten Jahren die Übernahme von Führungsverantwortung wichtig, um von den Kollegen ernst genommen zu werden und eine attraktive Position zu erreichen.  

Dieses Interview wurde geführt im Projekt "MINT-Weibsbilder", ein Teilprojekt des Verbundvorhabens „MINT Role Models – Ein integratives Konzept zur nachhaltigen Steigerung des Anteils von Frauen in MINT-Berufen″. Es wurde im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.″ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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