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Technik

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Interview von Nicole

Nach dem Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik arbeitet Nicole Kreie heute als Abteilungsleiterin Projektservice international bei WAGO Kontakttechnik.

Studienwahl

Nicole Kreies Interesse für technische Zusammenhänge wurde bereits in ihrer Kindheit durch ihre Eltern geweckt und so entschied sie sich schon früh für einen technischen Beruf. Nach ihrem Realschulabschluss hat Nicole Kreie zunächst eine Lehre zur technischen Zeichnerin Elektrotechnik gemacht und nebenher das Fachabitur absolviert: „Mein Traum war immer technische Zeichnerin zu lernen. Während der Ausbildung wurde ich jedoch immer neugieriger auf den Beruf der Ingenieurin und habe beschlossen, das ist auch ein Beruf für mich! “ Das Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik hat sie direkt an ihre Ausbildung angeschlossen.

Karriere

Nach ihrem Abschluss hat sie zunächst im Bereich des Projekt-Engineerings  und Projektinitiierung bei einem Großinstallationsunternehmen in der Planung gearbeitet: „ich habe Großbauten seitens der Elektrotechnik betreut, akquiriert, Angebote und Planungen erstellt, bei Beauftragung die Projektabwicklung gesteuert und die elektrotechnische Bauleitung vor Ort koordiniert“.

Dann kam 2001 der Arbeitsplatzwechsel in die Industrie zur Firma WAGO Kontakttechnik.  „Man hatte mich ganz bewusst in das Unternehmen geholt, um mit meinen Fachkenntnissen das Projektgeschäft für die Gebäudetechnik aufzubauen“. Damit war ganz viel Aufbauarbeit gefordert und viel Durchsetzungsvermögen um alte Strukturen und Herangehensweisen aufzubrechen. Um ihre wirtschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen, fing sie 2003 ein Wirtschaftsingenieur-Diplomstudium an und wurde 2006 damit beauftragt, die Gruppenleitung des „Projektservices international für Gebäudeautomation und Gebäudetechnik“ zu übernehmen. Seit Beginn des Jahres ist aus dieser Gruppe eine eigene Abteilung geworden die auch noch den Fachbereich der industriellen Projekte mit übernimmt. „Mein Job hat sehr viel mit Teamarbeit zu tun und das macht sehr viel Spaß. Immer wieder unterschiedliche Anforderungen an die Technik bewältigen, ein Team führen und sich mit neuen Anforderungen und Kunden beschäftigen.“

Persönliches Statement

Jungen Berufsanfängerinnen rät sie: „Wichtig ist es, sich bereits während des Studiums zu überlegen, wo sehe ich meine Schwerpunkte und in welchem Teilfeld der Technik möchte ich arbeiten. Die individuellen Stärken/ Schwächen (Charaktereigenschaften) jedes Menschen sind sicherlich gravierend für die richtige Berufswahl – eine introvertierte Person wird sich in der Atmosphäre der Entwicklung  wohler fühlen als im kommunikationslastigen Vertrieb. Ein Mensch mit kreativer Veranlagung wird voraussichtlich eher im Bereich Marketing seine Erfolgserlebnisse sammeln können.

Deutlich bestätigt sich diese Einschätzung, wenn junge Studierende bei Nicole Kreie in der Abteilung arbeiten. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, ob sie eher vertrieblich orientiert sind und offensiv reagieren, eher zurückhaltend sind oder den Ehrgeiz haben, sich tief in die Technik, in Bit und Byte einzuarbeiten. Es ist daher enorm wichtig, darauf zu achten was `Spaß` macht. Die möglichen Felder in denen man als Ingenieurin arbeiten kann, sind  enorm groß. Umso wichtiger ist es, je nach Branche und Technik auch das passende Unternehmen zu finden in dem man sich als „Frau in der Technik“ wohl fühlt und sich weiter entwickeln kann.

Dieses Interview wurde geführt im Projekt "MINT-Weibsbilder", ein Teilprojekt des Verbundvorhabens „MINT Role Models – Ein integratives Konzept zur nachhaltigen Steigerung des Anteils von Frauen in MINT-Berufen″. Es wurde im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.″ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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