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Technik

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Interview von Miriam

Von Anfang an stand für Miriam fest, dass sie einen spezialisierten Studiengang beginnen möchte. Nach dem Abitur an einem Technischen Gymnasium studiert sie Medizingerätetechnik an der FH Münster.

Studienwahl

Miriam Ariens besuchte ein technisches Gymnasium und erlangte mit den Leistungskursen Mathematik und Metalltechnik ihr Abitur. „Dadurch hatte ich schon eine technische Richtung, welche mir schon sehr viel Spaß gemacht hat. Bei uns am Technischen Gymnasium ist ein Informationszettel für den Studiengang Mikrotechnologie in Bremen verteilt worden. Ich fand, dass es sich sehr interessant anhörte, aber ich hatte mir  ein solches rein theoretisches Studium noch nicht zugetraut. Daher habe ich mir gedacht eine Ausbildung zur Mikrotechnologin zu machen und dann wirklich zu sehen, wie man praktisch damit arbeitet. Es gibt diesen Beruf nicht sehr oft in Deutschland, aber ich habe mich dann bei den Firmen beworben, wo man diese Ausbildung machen kann und bei einer wurde ich dann auch genommen. Die Firma, für die ich arbeitete, hat Hörgeräte und Zubehör hergestellt und so bin ich in die medizintechnische Richtung rein gekommen. Durch diese ersten Erfahrungen im medizintechnischen Bereich entschloss ich mich auch ein Studium in dieser Richtung zu beginnen. An der Uni in Bremen hätte ich Elektrotechnik studieren müssen und mich dann später auf Mikrotechnologie  spezialisieren können. Ich wollte aber von Anfang an ein bisschen spezialisierter studieren, ein bisschen im biologischen Bereich, ein bisschen was Anderes und nicht nur stumpf Elektrotechnik machen.“ So entschied sie sich für die Fachhochschule Münster. Miriam Ariens gefällt ihr Studium, trotz der harten Arbeit, sehr. „Im naturwissenschaftlichen Bereich ist es gerade anfangs schon hart, aber wenn man das dann einigermaßen geschafft hat, macht es sehr viel Spaß.“ Am meisten gefallen ihr nach wie vor die praktischen Arbeiten bzw. zu „sehen, wie die Geräte benutzt werden“.

Karriere

Noch mehr Einblicke bekam sie im Rahmen ihrer Praktika bei Philips in Hamburg und dem Universitätsklinikum in Münster. Außerdem arbeitete sie neben dem Studium im Fachhochschullabor für Werkstofftechnik. Das Praktikum bei Philips hat sie in besonders guter Erinnerung, weil sie fand, „dass die sich die Zeit nehmen, Studierenden was beizubringen. Gleich als ich da hin kam haben die gesagt: 'Wir erwarten von dir nicht viel. Du bist jetzt vier Monate hier, um so viel wie möglich zu lernen. Wir versuchen das Beste daraus zu machen, mache du auch das Beste daraus.' Und so war es wirklich. Ich durfte immer überall mitlaufen, ich durfte immer überall Fragen stellen und überall reinschnuppern.“

Dass sie eine Frau ist, spielt nach ihrer bisherigen Erfahrung weder im Studium noch im Berufsleben eine Rolle. „Es ist nie so, dass ich irgendwie das Gefühl habe, dass ich nicht voll genommen werde oder anders wahrgenommen werde.“

Seit vier Monaten ist Miriam Ariens in Brisbane, Australien, um dort ihre Masterarbeit zu schreiben. An der Fachhochschule Münster müssen Masterarbeiten extern geschrieben werden – wo, kann frei gewählt werden. „Die meisten machen das Ganze in einem Betrieb in Deutschland. Ich habe mich dazu entschlossen, das im Ausland zu machen und mache das hier am Institut in Brisbane. Ich bin auch nicht als Studentin, sondern als Mitarbeiterin hier.

Persönliches Statement

Empfehlen kann ich ein Auslandssemester auf jeden Fall. Man lernt nicht nur normales englisches Sprechen, sondern man lernt auch auf Englisch zu diskutieren und seine Meinung zu vertreten, was man ja ganz schlecht in Deutschland lernen kann. Und dann kommt aber auch noch dazu, dass man einen anderen Einblick erhält. Es ist in meinem Bereich zum Beispiel auch so: Die haben hier Möglichkeiten, die es in Deutschland zurzeit nicht gibt. Es gibt nur ein Institut in Amerika, was ungefähr mithalten kann. Die Möglichkeit hätte ich in Deutschland nicht gehabt.“

Dieses Interview wurde geführt im Projekt "MINT-Weibsbilder", ein Teilprojekt des Verbundvorhabens „MINT Role Models – Ein integratives Konzept zur nachhaltigen Steigerung des Anteils von Frauen in MINT-Berufen″. Es wurde im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.″ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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