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Technik

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Interview von Carla

Carla Pilz studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Berlin und ist 23 Jahre alt. Vor ihrem Studium hat sie bereits eine englischsprachige Ausbildung gemacht und geht in ihrer Freitzeit gerne Windsurfen.

Was und an welcher Hochschule studierst du?

Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau im 5. Semester auf Bachelor an der Technischen Universität Berlin

Was hat dich dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren? Hast du eine andere Richtung eingeschlagen?

Vor dem Studium habe ich eine englischsprachige Ausbildung zur Industrietechnologin für Mechatronische Systeme bei der Siemens Technik Akademie Berlin absolviert. Hierbei konnte ich erste theoretische und praktische Einblicke in die Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik gewinnen. Die Ausbildung zeigte mir, dass Maschinenbau und Informatik die Bereiche sind, die mich am meisten interessieren. Ebenso reizen mich wirtschaftliche Zusammenhänge, was der Grund für die Studienwahl für Wirtschaftsingenieurwesen war, das alle diese Bereiche umfasst.
Mir gefällt die Interdisziplinarität meines Studiengangs. Ich habe sowohl ein großes Interesse an Technik – insbesondere an Maschinenbau und Informatik - als auch an wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen. In meinem Studium kann ich mich sowohl in den wirtschaftlichen Fächern wie Normung als Strategisches Instrument, Rechtsgrundlagen und Logistik vertiefen, als auch Montagetechnik in Projekten kennenlernen und Technologien der virtuellen Produktentstehung erleben. Das schönste an meinem Studium ist aber vor allem der Austausch mit Studierenden anderer Studiengänge, was durch das fächerübergreifende Lehrangebot immer gegeben ist.

Hattest du vor oder während des Studiums bereits praktische Erfahrungen in Form von Nebenjobs, Ferienjobs, Teilnahme am Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag, Praktika, Werkstudentinnentätigkeiten?

Im Rahmen meiner Ausbildung absolvierte ich ein dreiwöchiges und ein halbjähriges Praktikum im Bereich Hochspannungsschaltanlagen bei der Siemens AG, bei denen ich Studien zu möglichen Identifikationssystemen für die Fertigung, sowie über nicht-konventionelle Wandler erstellte. Die spannendste Aufgabe war jedoch die Planung, Entwicklung, Verkabelung, Programmierung und Instandsetzung einer Monitoring Box für Gasräume in gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen, die ich an einer solchen auch testen konnte. 2009 engagierte ich mich während meiner Ausbildung bei dem Girls Day im Bundeskanzleramt am Stand der Siemens AG, um bei Schülerinnen das Interesse für Technik zu wecken. Bereits seit meinem ersten Semester an der TU Berlin im Jahr 2010 unterstütze ich in meiner Tätigkeit als Tutorin bei dem Projekt „Techno-Club“ der TU Berlin die Gewinnung weiblichen Nachwuchses für Natur- und Ingenieurwissenschaften durch die Gestaltung und Betreuung von Veranstaltungen für Schülerinnen. Da ich diese Aufgabe für sehr wichtig halte und sie mir sehr große Freude bereitet, engagiere ich mich seit Mai 2011 ehrenamtlich bei dem Projekt „MINT Role Models“ des VDI und weiterer Projektpartner, das zum Ziel hat über weibliche Vorbilder junge Frauen für natur- und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge in Form von Workshops, Präsentationen, Vorführungen und Messeauftritten zu begeistern.

Welchen Rat würdest du einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt ob sie in einem MINT-Fach studieren soll?

Sie sollte sich frühzeitig über MINT-Studieninhalte informieren, um festzustellen, welcher MINT-Studiengang der richtige für sie ist. Dies kann sie gut über: Internetauftritte von Hochschulen, Die Teilnahme an Infotagen von Hochschulen (bspw. TU-Infotage Mitte Mai), das Aufsuchen von Studienberatungen (bspw. http://www.studienberatung.tu-berlin.de/), Informationen durch das Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit, Schnupperprojekte an Hochschulen (bspw. http://www.techno-club.tu-berlin.de/), Vorlesungsbesuche (an Universitäten gibt es selten Anwesenheitspflichten, sodass der Besuch einer Vorlesung von Nicht-Studierenden nicht auffällt; bspw. http://www.tu-berlin.de/lsf/), das Ausprobieren einzelner Studienfächer neben der Schule (http://www.studienberatung.tu-berlin.de/menue/vor_dem_studium/studium_zum_ausprobieren/).

Was muss sich deiner Meinung nach ändern, damit mehr Frauen mathematisch-technische Berufe wählen?

Frauen in MINT-Berufen müssten öfter in den Medien zu sehen sein, um Frauen als selbstverständlicher in diesen Bereichen wahrzunehmen. Es gibt bereits viele engagierte Schulen, die ihre Schülerinnen auf Hochschulangebote in MINT-Studiengängen aufmerksam machen und diese empfehlen und die Teilnahme an Infotagen und Schnupperveranstaltungen unterstützen. Die beste Möglichkeit für Schülerinnen die Vielseitigkeit dieser Bereiche kennenzulernen und festzustellen, ob diese etwas für sie sind, ist sich auszuprobieren in praktischer Anwendung.

Welche beruflichen Ziele hast du persönlich für deine Zukunft?

Mein Ziel ist im nächsten Semester meinen Bachelor of Science erfolgreich abzuschließen und mit dem Masterstudium zu beginnen. Meine berufliche Zukunft sehe ich an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik.

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