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Mathematik

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Interview von Judith

Dr. Judith Plümer, 42, studierte an der Universität Osnabrück Mathematik mit dem Nebenfach Informatik. Sie promovierte anschließend und lehrt heute am Mathematischen Institut der Universität Osnabrück. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihren beiden Söhnen und musisch-kulturellen Aktivitäten.

Frau Plümer, Sie arbeiten am Mathematischen Institut der Universität Osnabrück. Was ist dort Ihre Aufgabe?

Ich halte Vorlesungen und arbeite in Projekten, die sich mit der Bereitstellung wissenschaftlicher Informationen, beispielsweise wissenschaftlicher Literatur und Forschungsartikeln, befassen. Aktuelles Projekt ist das „Open Access Netzwerk“. In diesem Projekt werden Daten über wissenschaftliche Publikationen gesammelt und aufbereitet, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zentral in diesem Datenpool aktuelle Forschungsarbeiten mit unterschiedlichstem Quellenbezug suchen und finden können. Entwickelt werden in diesem Projekt hauptsächlich Methoden zur inhaltlichen Erschließung der Dokumente, also Algorithmen, die erkennen, in welcher Sprache der Text geschrieben ist und welchem Teilgebiet eines Faches er zuzuordnen ist.

Klingt spannend! Wie sind Sie zu diesem Fachgebiet gekommen?

Während ich studierte, entwickelte sich das Internet zur Kommunikationsplattform für die Wissenschaft. Das hat mich sehr fasziniert und dazu motiviert, als studentische Hilfskraft zu programmieren, um Mathematikerinnen und Mathematikern den Zugang zu zentralen Mathematikdatenbanken zu ermöglichen. Noch bevor Google auf den Markt kam, habe ich einen Suchdienst für mathematische Preprints aufgebaut.

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit besonders?

Die Vielfältigkeit! Ich kann die Forschungsschwerpunkte selbst bestimmen, die Gremienarbeit ist interessant und die Lehre und Forschung stellt wieder ganz andere Anforderungen. Gleichzeitig lerne ich durch Projekttreffen und Tagungen andere Städte und Menschen kennen.

Wie sehen Ihre Perspektiven für die Zukunft aus?

Ich möchte weiterhin die wissenschaftliche Informations- und Kommunikationskultur mitgestalten. Da aber meine Arbeit von Entwicklungen in der Computertechnik, von der Erfahrung und Nutzung des Internets und auch von der Akzeptanz der Nutzerinnen und Nutzer beeinflusst wird, stecke ich mir keine konkreten Langzeitziele.

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