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Mathematik

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Interview von Anja

Dr. Anja Simon hat Mathematik mit Schwerpunkt Algebraische Topologie an der Universität Frankfurt/Main studiert und anschließend promoviert. Sie arbeitet bei der deutschen Lufthansa AG im Bereich Netzplanungssysteme in Teilzeit. Sie verbringt ihre Freizeit mit ihrer Familie oder treibt Sport.

Frau Simon, nach ihrem Mathematikstudium sind Sie zur Lufthansa gegangen. Was machen Sie dort genau?

Ich verantworte als Projektleiterin das Lufthansa-Passagierwahlmodell. Wir modellieren, welche Flugverbindungen Passagiere bevorzugen, um von einem Ort der Welt zum anderen zu kommen. Neben den naheliegenden Kriterien wie Flugdauer und Abflugzeit spielen noch viele andere Kriterien wie die Anzahl der Umsteigepunkte, die Umsteigezeit, der Flugzeugtyp und die beteiligten Airlines, also auch Aspekte wie Sicherheitsempfinden und Preis eine Rolle.

Hört sich ziemlich komplex an ...

Bei der Anpassung des Modells auf das Passagierverhalten werden ca. sieben Millionen Reisealternativen für über 100.000 Start- und Zielflughäfen abgeprüft. Und um die Prognosen zu optimieren, müssen natürlich ständig neue Entscheidungskriterien und möglicherweise geändertes Passagierverhalten in das Modell eingearbeitet werden. Die Ergebnisse fließen unter anderem in wichtige Entscheidungen über neue Flugziele und Strecken, Frequenzänderungen und Allianzen ein.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit am meisten?

Dass sie zu maximal zehn Prozent aus Routine besteht und dass ich große Eigenverantwortung habe. In früheren Projekten standen Kommunikation und Prozessoptimierung im Vordergrund. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der technischen Analyse und Optimierung und ich bin sowohl als Mathematikerin als auch als Projektleiterin gefragt. Die Anforderungen ändern sich ständig, was für mich eine reizvolle Herausforderung darstellt.

Wie schaffen Sie es, Beruf und Familie zu vereinbaren?

Die Lufthansa ist besonders familienfreundlich und ermöglicht es mir, auch in Teilzeit spannende Aufgaben zu übernehmen. So bleibt mir neben einer herausfordernden Arbeit der Freiraum, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Unsere Tochter ist mittlerweile sieben Jahre alt und ich habe mir von Anfang an die Elternzeit mit meinem Mann geteilt. Begonnen haben wir nach dem Mutterschutz, indem er einen Tag reduziert hat und ich 15 Stunden gearbeitet habe. Ich habe dann immer mehr aufgestockt, bis ich bei 30 Stunden angelangt bin.

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